Die besten Zeiten, um sich bemerkbar zu machen

Die besten Zeiten, um sich bemerkbar zu machen

  • Alles andere
  • Anwaltsnews
  • Weiterbildung

Wenn Sie die Überschrift lesen, vermuten Sie wahrscheinlich zunächst, Sie erhalten jetzt ein paar Ratschläge dazu, wann Sie sich nach dem Examen am besten selbständig machen sollten. Doch nein, hier soll es darum gehen, dass es optimale, gute und suboptimale Zeiten gibt, zu denen man in den “Sozialen Medien” (Facebook, Twitter & Co.) posten sollte.

Theoretisch können Sie natürlich jederzeit etwas einstellen, doch wenn Sie mit wenig Aufwand die größtmögliche Anhängerschaft gewinnen möchten, gilt es, ein paar Erkenntnisse im Hinterkopf zu behalten und zu berücksichtigen. Die optimale Zeit ist nicht für alle gleich und hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Schlechtes Timing ist nie gut und auch beim Umgang mit Social Media sollten Sie das beherzigen. Allerdings sind die hier genannten Zeiten natürlich nicht in Stein gemeißelt. Testen gehört schon dazu, um das für Sie optimale Zeitfenster zu finden. Bestenfalls haben Sie Ihre Marketingaktivitäten aber ohnehin outgesourct und in fachmännische Hände gelegt, die das alles für Sie analysieren und erledigen. Falls nicht und falls Sie als frisch gebackener Anwalt noch alles selbst machen wollen, ist dies vielleicht eine kleine Hilfe für Sie.

Im Folgenden soll Ihnen veranschaulicht werden, wann Sie am besten in den größten sozialen Netzwerken (Facebook, Pinterest, Instagram, Twitter und Xing) posten sollten.

 

Facebook

Auf die Woche bezogen haben Studien gezeigt, dass das meiste Engagement ganz klar am Wochenende (Samstag und Sonntag) stattfindet. Das bedeutet, dass Sie aber durchaus schon am Freitagsabend Inhalte einstellen können, weil die User am Wochenende Zeit haben, sich ihren Streams zu widmen und Ihr Posting daher nicht direkt in der Neuigkeitenflut untergehen sollte.

Von der Uhrzeit her ist der Vormittag am besten. Offenbar setzen sich viele gern mit dem ersten Kaffee am Morgen vor den Rechner und scrollen entspannt ein wenig durch die News. Weiterhin sind die Mittagszeit (etwa 13 Uhr) sowie der Nachmittag (gegen 15 Uhr) gute Zeiten. Zum Mittagessen nutzen manche Angestellte die Gelegenheit, mal kurz privat mit dem Handy abzuschweifen. Es wurde herausgefunden, dass man nachmittags gegen 15 Uhr eher viele Klicks bekommt, während ein Posting um die Mittagszeit öfter geteilt wird. Genaueres wird Ihnen beim Testen gezeigt, wenn Sie Facebook Analytics oder ähnliche Tools benutzen, um Ihre Zielgruppe zu analysieren. Das ist aber dann schon eine recht weitgehende Marketingaktivität, die Sie wiederum auch gut den Profis überlassen können. Diese werden direkt die richtigen Schlüsse aus den Ergebnissen ziehen und die Strategie anpassen.

Inhaltlich können Sie freitags insbesondere mit positivem oder gar amüsantem Inhalt punkten, da die Leute aufgrund des bevorstehenden Wochenendes gut drauf sind und Sie somit quasi noch deren gute Laune befeuern und unterstützen.

 

Xing/LinkedIn

Bei Xing/LinkedIn sind die Menschen hauptsächlich werktags, weil es Business-Netzwerke sind. Allerdings liefern diese Plattformen (bei entsprechender Konfigurierung und Nutzung) auch viele interessante Inhalte, was dazu führt, dass sie auch bereits morgens vor der Arbeit, so zwischen 7 und 8 Uhr (Kaffeezeit!) und darüber hinaus – wenig überraschend – um die Mittagszeit und am frühen Abend (Richtung Feierabend) genutzt werden.

Wie Sie bereits im Teil 1 lesen konnten, gibt es bestimmte Tage, Uhrzeiten und Inhalte, die Ihnen in den “social networks” viele Likes, Klicks, Shares oder schlichtweg Aufmerksamkeit bescheren können. Jedoch hat jede Plattform ihre eigenen Regeln und Eigenheiten.

 

Twitter

Warum auch immer, der beste Tag, um auf Twitter zu posten, wenn man viel Aufmerksamkeit erhalten möchte, ist der Mittwoch. Zumindest wenn es sich bei Ihrer Zielgruppe um Unternehmen handelt. Sofern Sie die Zielgruppe privat erreichen möchten (z.B. wenn Sie neue Mitarbeiter suchen), dann ist das Wochenende die bessere Wahl.

Auf Twitter starten die User längst nicht so früh wie auf Facebook. Die Mittagszeit gegen 12 Uhr, der Nachmittag gegen 15 Uhr sowie der frühe Abend ab 17 Uhr sind die geschäftigsten Zeiten. Und auch hier erkennt man wieder die kleinen Pausen: Mittagessen, Nachmittagskaffee und direkt nach Feierabend. Sehr viele Leute scheinen Twitter zu nutzen, während sie die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen und auf dem Weg zur Arbeit (oder dem Heimweg) sind.

 

Pinterest

Bei Pinterest ist das Wochenende hoch frequentiert und die Werktage somit eher schlecht für neue Inhalte geeignet. Ansonsten kann man sagen, dass es tatsächlich spezielle Tage gibt, an denen bestimmte Inhalte am besten laufen: Montags Fitness, am Dienstag Gadgets, mittwochs Zitate, donnerstags Mode, freitags Geschenke, samstags Reise und sonntags Ernährung. Die besten Zeiten unterscheiden sich massiv von den bislang genannten und sind etwa 14-15 Uhr und 20-23 Uhr abends, letzteres insbesondere samstags. Es zeigt sich an den Uhrzeiten, dass Pinterest letztlich eine recht junge User-Gruppe hat, die eben lang aufbleiben, weil sie entweder noch ausgehen und/oder am nächsten Tag ausschlafen können.

 

Instagram

Bei “Insta” ist der Sonntag mit Abstand der schlechteste Tag, der Montag und der Donnerstag hingegen gut. Beste Zeiten sind der Vormittag gegen 9 Uhr sowie der Nachmittag gegen 17 Uhr. Videos stehen allerdings auch abends gegen 21 Uhr hoch im Kurs. Letztlich sollte man jedenfalls weniger zu klassischen Bürozeiten posten, weil dann kaum jemand reinschaut oder gar interagiert.

 

Zusammenfassend kann man sagen: Sonntags Facebook, dienstags Xing/LinkedIn, donnerstags Instagram und samstags Pinterest. Twitter eignet sich im Grunde für jeden Wochentag. Facebook wird sowohl am Desktop als auch mobil genutzt, bei der Arbeit sowie zuhause. Hier bedarf es einer genaueren Zielgruppenanalyse, um herauszufinden, wie man es am besten nutzt. Bei Twitter ist es ähnlich. Instagram-User hingegen nutzen die Plattform weitestgehend mobil und LinkedIn-Nutzer beschränken sich in Ihrer Nutzung auf die Geschäfts- bzw. Bürozeiten.

 

Ich hoffe, diese Erkenntnisse haben Sie ein wenig weitergebracht. Denken Sie dran: Am besten beauftragen Sie mit dem Kanzleimarketing einen Fachmann, ansonsten kann es ziemlich in Arbeit ausarten. Jedenfalls bedarf es zusätzlich noch einiges an Testerei bzgl. der Zielgruppe und der Inhalte. Dies kann aber auch spannend sein! Insofern lassen Sie sich ruhig umfassend von Ihren Fachleuten, der Agentur oder dem Freelancer unterrichten, konzentrieren Sie sich aber lieber auf die Inhalte und überlassen Sie den Rest Ihrem Team.

 

Viel Spaß!